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Die Beobachtbar/unbeobachtbar-Unterscheidung


Die Beobachtbar/unbeobachtbar-Unterscheidung

Eine Studie zum Beobachtungsbegriff Bas van Fraassens
1. Aufl.

von: Carolin Köhne

33,00 €

Verlag: Diplomica
Format: PDF
Veröffentl.: 20.10.2008
ISBN/EAN: 9783836617130
Sprache: deutsch

Dieses eBook enthält ein Wasserzeichen.

Beschreibungen

Ein entscheidendes Merkmal wissenschaftlicher Erkenntnis ist es, dass sie uns etwas uber die Beschaffenheit der Welt mitteilt, die weit uber das, was wir beobachten konnen, hinausgeht. Viele Wissenschaftstheoretiker setzen ein realistisches Verstandnis der Naturwissenschaften, gema dem die am besten bestatigten Theorien und Forschungsergebnisse der reifen, modernen Naturwissenschaften eine zumindest annaherungsweise wahre Beschreibung der vom Menschen und seinen Theoriebildungen unabhangigen physischen Wirklichkeit liefern, voraus. Sie sehen es als das Ziel von Wissenschaften an, uns solche Erkenntnisse zu liefern und glauben, dass Wissen uber Dinge, die uber das direkt Beobachtbare hinausgehen, moglich ist. Mit dem Status der naturwissenschaftlichen Theorien und insbesondere der Frage, ob diese Theorien wirklich als Ganze wahr sind, befasst sich die Realismus-Antirealismus-Debatte. Ein zentrales Element fr diese Debatte ist die von Bas van Fraassen etablierte Beobachtbar/unbeobachtbar-Unterscheidung. Sie bezieht sich auf die Frage, ob die physische Wirklichkeit fr uns vollstndig epistemisch zugnglich ist, und wir gerechtfertigte Aussagen darber machen knnen, ob unsere Theorien die Wirklichkeit annherungsweise korrekt beschreiben. Da sich unsere Theorien nicht ausschlielich auf einen Bereich beziehen, der sich unseren Sinnen erschliet, sondern gerade auch Aussagen ber Entitten gemacht werden, die die Beobachtungsmglichkeiten unserer Sinne transzendieren, entsteht die Kontroverse um den wissenschaftlichen Realismus. Whrend der beobachtbare Teil der physischen Wirklichkeit im Allgemeinen als epistemisch zugnglich angesehen wird, wird der unbeobachtbare Teil von van Fraassen - als Vertreter des Antirealismus - als epistemisch nicht zugnglich angesehen. Daraus leitet er eine gewisse Skepsis gegenber unbeobachtbaren Entitten ab. Wissenschaftliche Realisten behaupten hingegen, dass auch der Bereich, der unsere direkten Beobachtungsmglichkeiten transzendiert, prinzipiell epistemisch zugnglich ist. Bei ihrem Versuch, zu zeigen, dass unsere reifen naturwissenschaftlichen Theorien eine zumindest annherungsweise wahre Beschreibung der physischen Wirklichkeit liefern, greifen sie die u.a. Beobachtbar/unbeobachtbar-Unterscheidung an. In dieser Studie sollen die zentralen Einwnde und Kritikpunkte an van Fraassens Beobachtbar/unbeobachtbar-Unterscheidung diskutiert werden, um so zu einer systematischen Aufarbeitung der Kontroverse um diese Unterscheidung zu gelangen. Letztlich wird der Versuch unternommen werden, die Beobachtbar/unbeobachtbar-Unterscheidung als grundstzlich durchfhrbar zu erweisen. Es wird dafr argumentiert, dass van Fraassens Konzept zwar mit einer Vielzahl von Problemen behaftet ist, was jedoch nicht bedeutet, dass die Beobachtbar/unbeobachtbar-Unterscheidung generell zurckgewiesen werden sollte.

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